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Facebook-Gruppe Für unsere Kunden und alle Interessenten für Pflanzenkläranlagen gibt es jetzt eine Facebook-Gruppe: "Pflanzenkläranlagen zur natürlichen Abwasserreinigung". Mitreden, Fragen stellen, Tips geben und suchen
English contents about  constructed wetlands

Pflanzenkläranlagen nach DWA A 262:

Die natürlichste Art, ihr Abwasser sicher zu reinigen!

25_Jahre_PKA

und aus dem Landkreis Oldenburg

Scirpus lacustris

Pflanzenkläranlagen sind die wertvollste Alternative zur technischen Abwasserreinigung im ländlichen Raum.

Pflanzenkläranlagen sind mit Sumpf- und  Wasserpflanzen bepflanzte Filterkörper, in denen eine Lebensgemeinschaft aus Pflanzen, Mikroorganismen und Filterkörper die Reinigung des Abwassers übernimmt.

Pflanzenkläranlagen sind eine Weiterentwicklung der Rieselfelder.

Pflanzenkläranlagen werden  grundsätzlich mit einer Basisdichtung gebaut, die zumeist aus hochwertiger Folie besteht.

Die wichtigsten Baugruppen einer Pflanzenkläranlage sind:

die Zulaufkulisse, der Filterkörper  (entweder aus Kiesen oder auch Lava), die Sammelkulisse im Ablauf sowie der Meß- und Kontrollschacht ausserhalb der Pflanzenkläranlage.

                                 

Bei Pflanzenkläranlagen vom Typ 1 geschieht die Vorreinigung in zwei vorgeschalteten, im wöchentlichen Wechsel  beschickten Becken. Hier wird das Abwasser mitsamt seiner Feststoffe aufgespült. Das Wasser sickert durch einen  speziellen Filterkörper in die Nachreinigung, während die Feststoffe an der Filteroberfläche verbleiben und  mineralisieren (vererden). Bedingt durch die niedrigsten Folgekosten aller Klärsysteme wird dieser  Pflanzenkläranlagentyp an Bedeutung gewinnen. Das Schlammsediment dieser Pflanzenkläranlage wird nur alle 20 -  25 Jahre entnommen und entsorgt. Dadurch ist eine völlige Unabhängigkeit von Gebührenerhöhungen für die Klärschlammentsorgung sichergestellt.

Bei Pflanzenkläranlagen vom Typ 2 geschieht die Vorreinigung in der herkömmlichen Dreikammergrube. Das feststofffreie  Ablaufwasser der dritten Kammer wird in die Pflanzenkläranlage eingeleitet. Je nach Verfahren durchströmt es den Filterkörper horizontal und/oder vertikal.

Die Bemessungsgrößen für Pflanzenkläranlagen sind in der DWA A 262 verbindlich vorgegeben und geregelt.

Wahlweise erhalten Sie bei uns auch Dreikammergruben aus Polyethylen in monolithscher Bauweise  (Behälter aus einem Stück). Gewicht einer Dreikammergrube aus Polyrthylen mit einem Volumen von 6 m3 = ca. 300 kg.

Wir verwenden ausschließlich Markenprodukte, auch wenn diese teurer sind. Das kann sonst passieren

Um Abwasser ohne Fremdenergie zu reinigen, benötigen Sie einen Geländeunterschied von ca. 70 - 80 cm. Bei größeren Anlagen und Typ1 - Anlagen werden diese Becken in Terrassen / terrassenartig gebaut (s.Abbildung)

Der beste Standort für eine Pflanzenkläranlage ist vollsonnig.

Der Winterbetrieb von Pflanzenkläranlagen ist völlig problemlos: Das Abwasser, daß in eine Pflanzenkläranlage  eingeleitet wird, hat beim Zulauf in die Anlage noch eine Temperatur von ca. 10 Grad. Die Mikroorganismen im  Filterkörper geben ebenfalls Eigenwärme ab, sodaß die Pflanzenkläranlage zwar an der Oberfläche einfrieren kann,  aber trotzdem noch die Abwässer reinigt. Die Reinigungsleistung im Winter ist nur um ca. 10 Prozent geringer als im Sommer !

Pflanzenkläranlagen sind im Gegensatz zu technischen Systemen robuste Gesellen: wenn der Besitzer z.B. in den Urlaub  fährt: es muß vor der Abreise nur sichergestellt sein, daß genügend Wasser in in der Pflanzenkläranlage steht, damit  diese nicht austrocknen kann. Allerdings darf es auch mal etwas zuviel Schmutzwasser sein, z.B. wenn eine größere Feier ins Haus steht.

Die betriebssicherste und robusteste Bauform einer Pflanzenkläranlage sind die Horizontalfiltervarianten, die auf dem  System Seidel / Rausch basieren.

Die Wartung von Pflanzenkläranlagen ist minimal und auch für Laien zum Großteil selbst ausführbar:

Kontrolle, ob Brennesseln, Weiden o.ä. in der Anlage  wachsen.

ca. 3 - 4 mal im Jahr durchzuführen, Dauer ca. 15 min (max)

Reinigung des Kontrollschachtes

2 mal im Jahr, Dauer ca. 15 min (max)

Abmähen der Schilfpflanzen

einmalig im März auf ca. 20 cm Höhe

1 Wartung pro Jahr durch einen Fachkundigen ist gesetzlich vorgeschrieben und mit einem Wartungsvertrag nachzuweisen. Wir führen diese Wartungen bundesweit durch. Unseren Fachkundenachweis können Sie auf dieser Homepage downloaden. Im Rahmen dieser Wartung entnehmen wir auch die vorgeschriebene Wasserprobe.               Die Auswertung der Wasserprobe wird von einem externen Labor durchgeführt. Die wichtigsten Parameter sind der BSB5 -  Wert (biochemischer Sauerstoffbedarf in 5 Tagen) und der CSB (chemischer Sauerstoffbedarf).         Zumeist wird nur der (preiswertere) CSB-Wert als Nachweis von den Unteren Wasserbehörden verlangt. Wir richten uns hier jedoch ausschließlich nach den Vorgaben der wasserrechtlichen Genehmigung.

Die Grenzwerte sind definiert auf maximal 40 mg/l beim BSB 5 und maximal 150 mg/l beim CSB.

Gut funktionierende Pflanzenkläranlagen unterschreiten diese Werte um bis zu 90 Prozent !

Für den Bau einer Pflanzenkläranlage ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich, in der Regel als Einzelfallprüfung. Die Unterlagen für Beantragung  dieser Erlaubnis stellen wir Ihnen unterschriftsreif auf Wunsch gegen Gebühr zusammen. Die Beantragung erfolgt jeweils bei der zuständigen unteren Wasserbehörde.

Es gibt vier Varianten von Pflanzenkläranlagen:

  

DSCI0020

Unsere “Fachkräfte” zur Abwasserreinigung:

Iris_komp

Sumpfschwertlilie

Filipendula

Für Pflanzenkläranlagen gibt´s kein Hitzefrei!

Bei der anhaltenden Hitze mit Temperaturen von 30 Grad und mehr verbraucht eine Pflanzenkläranlage pro Tag und m² Oberfläche ca. 10 Liter Wasser. Das sind bei einer 4-EW-Anlage mit 30 m² Oberfläche mal eben 300 Liter Wasser pro Tag. Kontrollieren Sie bitte den Wasserstand in ihrer Anlage!  Mit der eingebauten Wasserstandsanzeige über dem Ablauf ist das auch für Ungeübte ganz einfach :) . 10 - 15 cm Wasser sollten immer vorhanden sein (Für Gucker ohne Zollstock: Oberkante schwarzer Folienflansch ist OK). Füllen Sie notfalls mit dem Gartenschlauch Wasser nach.

 

Mädesüß

Lythrum
a_Rectangle_5

Blutweiderich

Schilf

Schilf

Mimulus

Gauklerblume

Horizontalfilter

Vertikalfilter

Stapelfilter Horizontal / Vertikal

Vollentsorgung am Entstehungsort

Tiefe 50 bis 60 cm

Tiefe 80 - 100 cm

Tiefe 60 / 100 cm

Tiefe 50 bis 60 cm

Vorklärung: Dreikammergrube

Vorklärung: Dreikammergrube

Vorklärung: Dreikammergrube

Vorklärung: Klärschlammvererdung !

Energieloser Betrieb möglich

Pumpe mit Steuerung erforderlich

Pumpe mit Steuerung erforderlich

Zerkleinerungsdruckpumpe erforderlich

betriebssicherste Variante

 

 

völlig autarke, betriebssichere Variante

Folgekosten:

Folgekosten:

Folgekosten:

Folgekosten:

Entleerung der Dreikammergrube

Entleerung der Dreikammergrube

Entleerung der Dreikammergrube

Schlammentsorgung ca. alle 20 Jahre als Sediment.

 

Strom ca.30,- p.a.

Strom ca. 30,-- p.a.

Strom ca. 75 ,-- p.a.

preiswerteste Variante !

 

 

dauerhaft wirtschaftlichste Variante ab ca. 10 EGW!

beste Reinigungswerte

gute Reinigungswerte

beste Reinigungswerte

beste Reinigungswerte

niedrigste Baukosten

 

höhere Baukosten

höhere Baukosten

Gut zum Selbstbau geeignet

Selbstbau möglich

Selbstbau betreut möglich

Selbstbau betreut möglich

Alle drei Filtertypen

Horizontalfilter:

der Filter wird unterirdisch von Vorne nach Hinten durchwandert

Vertikalfilter:

das Abwasser wird oberflächig aufgetragen und der Filter ganzflächig von Oben nach Unten durchwandert

Stapelfilter:

der Filter kombiniert Horizontal und Vertikalfilter, indem der Vertikalfilter auf den Horizontalfilter aufgesetzt wird. Nach dem oberflächigen Auftrag auf den Vertikalfilter sickert das Wasser zuerst von Oben nach Unten in den Horizontalfilter und durchwandert diesen dann von Vorne nach Hinten.

Die Größe der Vorklärung (Dreikammergrube)

Im DWA - Arbeitsblatt A 262 von November 2017 ist die Größe der Vorklärung in Absatz  4.2.2  wie folgt definiert:

“Die erforderliche Größe der Mehrkammergrube beträgt 300 Liter / EW mindestens jedoch 3.000 Liter” (Zitat Ende)

Aus der praktischen  Erfahrung heraus empfehlen wir 500 Liter / EW, mindestens jedoch 3.000 Liter 

... das leisten Kies, Pflanzen, Mikroorganismen und die Sonne

DSCI0047

1 m² bepflanzter Kiesfilterkörper verdunstet pro Tag bis zu 5              Liter Wasser

1 m² Schilfbepflanzung gibt über das Wurzelwerk bis zu 10 g              Sauerstoff an den Filterkörper ab.

Dreikammereeinbau

Einbau einer Dreikammergrube

Burg_Spreewald

Ablaufwerte

Die Ablaufwerte in einer Pflanzenkläranlage unterliegen verschiedenen Faktoren:                                                       

Auslastung und Wasserstand stehen im direkten Zusammenhang, “den” richtigen Wasserstand gibt es für jede Anlage genau 1 mal. Durchs Land pauschal genannte Werte passen nicht immer zur örtlichen Situation. Hoher Wasserstand bei niedriger Auslastung führt z.B. immer zu ungünstigen Ablaufwerten, da durch die lange Aufenthaltszeit des Wassers in der Anlage dieses beginnt, vor allem im Verbindungsrohr zum Schacht zu faulen. Ein Absenken des Wasserstandes um einige Zentimeter kann das Problem lösen.

Die Witterung: Wasserproben fallen bei trockener Witterung / in niederschlagsarmen Zeiten immer etwas schlechter aus, da die Pflanzen einen erhöhten Wasserverbrauch haben und damit eine Aufkonzentration der Schmutzfracht erfolgt. Abgeschwächt / entschärft wird dieser Effekt allerdings dadurch, daß aus der Pflanzenkläranlage dann nur sehr wenig oder gar kein Wasser abläuft. Die Pflanzen können bei heißer Witterung bis zu 2 cm Wassersäule pro Tag (!) der Pflanzenkläranlage entnehmen und verdunsten.  Mit den nächsten Niederschlägen oder ggfs. einem Nachfüllen von z.B. Regenwasser verbessert die Situation.    

Die Vorklärung: Ein zu großes Schlammvolumen in der Vorklärung oder gar ein Schlammübertritt von der ersten in die zweite Kammer beeinflussen ebenfalls die Reinigungsleistung und damit die Ablaufwerte. Eine Entleerung der Dreikammergrube schafft hier Abhilfe.

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Ort

Bauart

EGW

Baujahr

CSB mg/l  Juni 10

CSB mg/l   Dez.10

CSB mg/l   Juni 11

CSB mg/l   Dez.13

Bad Zwischenahn

Typ 2h

16

2013

28

Bad Zwischenahn

Typ 2h

6

2006

69

42

56

39

Friesoythe

Typ 2v

10

2008

110

76

76

Winningstedt

Typ 2h

5

2009

<15

<15

99

Salzgitter Engerode

Typ 2h

4

2005

51

42

21

33

Schladen

Typ 1

80

2001

23

15

20

22

Vechelde

Typ 2h

6

2006

30

56

51

55

Albstedt-Wulsbüttel

Typ 2

4

2012

41

Melle

Typ1

20

2006

15

49

34

Mannheim - Rheinau

Typ 2h

4

2007

24

28

58

Groß Bieberau

Typ 2h

18

2009

111

49

77

54

Hornburg

Typ 2h

5

1998

71

28

127

100

Hornburg

Typ 1

35

2005

30

<15

43

Sickte

Typ1

10

2000

45

40

65

Seesen

Typ2h

4

2000

57

69

77

Haus Zeitz

Typ2h

4

2010

62

103

42

Möst

Typ1

6

2010

68

55

81

Waren/Müritz

Typ2h

4

2009

66

56

20

Waldrogäsen

Typ2h

8

2008

21

44

<15

Werder/Havel

Typ2h

8

2010

40

65

Lampertheim

Typ2h

6

2008

89

84

65

Heidelberg

Typ2h

4

2010

114

31

Twistringen

Typ2h

4

2010

54

135

Bergisch Gladbach

Typ2h

4

2009

16

<15

Friesoythe- Heinfelde

Typ2h

8

2010

49

99

Sprockhövel

Typ2h

6

2008

83

103

Sandhatten

Typ2h

4

2007

57

53

40

Dingstede

Typ2h

5

2005

24

41

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Die Wasserproben werden in unserem Auftrag von zwei externen, akreditierten Laboren untersucht

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